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Der Biohof von Andreas Andermatt liegt in Steinach SG zwischen Arbon und Rorschach, nahe am Bodensee. Durch das milde Seeklima und die mittelschweren Böden ist die landwirtschftliche Nutzung sehr vielseitig. Auf den 17 Hektaren landwirtschaftlicher Nutzfläche wird seit der Aufgabe der Milchwirtschaft im Sommer 2001 ausschliesslich Pflanzenbau betrieben. Circa 25 Obstsorten, darunter Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen und Pflaumen, werden als Nieder- wie auch als Hochstämme angebaut. Ein Teil der Niederstammkulturen ist mit Hagelnetzen abgedeckt, damit die Ertragssicherheit auch in den Hageljahren gesichert ist.
Der zweite, wichtige Betriebszweig ist der Gemüsebau. Im Freiland sowie in Gewächshäusern gedeihen ca. 20 verschiedene Gemüsearten. In der Planungsphase ist ein Gewächshaus, damit das Angebot an Frischgemüse saisonal velängert werden kann. Auf ca. 30 Aaren werden Erdbeeren, z.T. unter Folientunnel, ebenfalls zur Ernteverfrühung angebaut.
Etwas spezielles auf dem Biohof ist die Kultivierung des Roten Sonnenhutes. Die aus Nordamerika stammende Heilpflanze wird für die Firma Bioforce in Roggwil angebaut und ist der Rohstoff für das Naturmittel Echinaforce.
Die Geschichte
Nach der Volksschule absolvierte Andreas Andermatt zwei Landwirtschaftslehrjahre in der Westschweiz. Die landwirtschaftliche Schule besuchte er in Grangeneuve FR und erwarb dort den landwirtschaftlichen Fähigkeitsausweis. 1987 beginnt der Landwirt ein Studium an der Fachhochschule für Landwirtschaft in Zollikofen BE. Als Fachrichtung wurde Betriebswirtschaft und als Vertiefung Unternehmensführung gewählt. 1990 schliesst Andreas Andermatt das Studium an der Ingenieurschule ab und erhält den Titel Agro. Ing.HTL. Schon wenige Monate später kann der elterliche Betrieb in Steinach pachtweise übernommen werden.
Anhand der Diplomarbeit wurde die Umstellung des Betriebs schon während des Studiums praxisnah vorbereitet. Seit dem ersten Tag der Übernahme des Betriebs am 1.4. 1991 wird der Hof ununterbrochen nach den strengen Richtlinien der Bio Suisse geführt. Schritt um Schritt wurde die Direktvermarktung im aufstrebenden Biomarkt aufgebaut. Der Nachfrage entsprechend wurden die Schwerpunkte von der Viehwirtschaft zur Produktion von Biogemüse- und Früchten verlagert. Vor nun schon mehr als zehn Jahren war der Biolandbau in den Kinderschuhen. Es gab nur einige hundert Biobetriebe in der Schweiz. Ein gewisser Pioniergeist, Mut und Überzeugung für eine Naturnahe Landwirtschaft waren damals Grundvoraussetzung um die Kritik, insbesondere jener der Berufskollegen, standzuhalten. Heute ist der biologische Landbau allgemein anerkannt. Bio-Produkte liegen gesellschaftlich und ernährungsphysiologisch voll im Trend und erfreuen sich weiterhin steigender Nachfrage.
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